• Gestaltberatung

    Eine Fortbildung zur Diplom Gestaltberaterin, zum Diplom Gestaltberater

    Gestaltberatung, Gestaltcounselling ist ein eigenständiger Berufszweig auf Grundlage der Gestalttherapie oder kurz: Gestalt. Folgen wir den verzweigten Wurzeln der Gestalttherapie, so finden wir Laura Perls, Fritz Perls und Paul Goodman genauso wie Sigmund Freud, Wilhelm Reich, Salomo Friedländer, Kurt Lewin, Anna Halprin und andere mehr. Wir finden philosophische Traditionen der Phänomenologie, der Existenzphilosophie, der Dialog- und Sprachphilosophie. Und wir finden Theater, Musik, Tanz. Dies alles fügt sich zu einer sinnhaften Gestalt, einer je individuell erlebbaren Ganzheit. Folgen wir den Verästelungen der Gestalttherapie heute, sehen wir Gestalt international auf Wachstumskurs. Institute entstehen, die in Aus- und Fortbildung, in Wissenschaft und Forschung investieren. Gestalt modernisiert sich im multidisziplinären Diskurs mit den Neurowissenschaften, der Philosophie, der Soziologie. Wir finden kreative Formen des In-Kontakt-Seins, des Miteinander-Seins und Weitergehens. Unsere Formen, unsere Wege des In-Kontakt-Seins, die wir in dieser Fortbildung pflegen werden, sind schlicht und existenziell. Gestalt ist nichts besonderes, sondern, wie Dan Bloom sagt, Gestalt ist so, als würdest du die Strassenseite wechseln: Die Welt auf der anderen Strassenseite ist reif für Momente von Klarheit, Entdeckung, Überraschung und Wunder.

     

    Gestalt in einem Satz? Nimm deine Erfahrungen ernst und bleib bei Sinnen.

  • Gestaltberatung

    Bei sich selbst beginnen.

    Gestalt und Beratung

    Bei sich selbst beginnen. «Du nimmst das, was da ist, und du nimmst es so wie es ist, was auch immer daraus werden mag. Und all die Erinnerungen, die auftauchen, (..) werden in diese Gegenwart mit hineingenommen und als unerledigte Erfahrung betrachtet, die hier und jetzt vollendet werden kann.» (Laura Perls) Das wichtigste Instrument in der professionellen psychosozialen Beratung sind die Beratenden selbst. Wir sind überzeugt, dass Heilung in Beziehung geschehen kann, in der realen Beziehung zwischen Klient*in und Berater*in. 'Being with the client' heisst, die eigenen unerledigten Erfahrungen immer wieder aufzuräumen, um die unerledigten Erfahrungen eines Gegenüber wahrzunehmen und bearbeiten zu helfen. Die drei Grundkompetenzen, die wir als Beziehungsarbeiter*innen einüben, sind Präsenz, Gewahrsein und Kontakt.

    Kontakt

    Kontakt ist unsere erste Wirklichkeit. Das ist in einem Grundlagenwerk der Gestalttherapie, Gestalt Therapy, Excitement and Growth in the Human Personality von Perls, Hefferline, Goodman zu lesen. Gestalt stellt Instrumentarien zur Verfügung, um Kontaktgewohnheiten auf die Spur zu kommen. Wie bin ich im Kontakt mit mir selbst und meinen Bedürfnissen, wie im Kontakt mit anderen Menschen in den unterschiedlichen sozialen Systemen, wie im Kontakt mit dem, was im gängigen Jargon Umwelt heisst? Diese Fragen zu erforschen führt zum Kern vieler Unzufriedenheiten und Leiden, erhellt Scheiternserfahrungen und klärt Sehnsucht. Beratende müssen ihre eigenen Kontaktgewohnheiten kennen, sie müssen verstehen, wie sie selbst im Kontakt sind, wie sie selbst Kontakt gestalten. Daran arbeiten wir im Lehrgang Gestaltberatung intensiv.

    Inspiration

    Wir stellen gemischtes Futter bereit aus Psychotherapie, Philosophie, Weisheitstraditionen, ohne dogmatisch zu sein. Aus der Philosophie unterstützt uns die Phänomenologie, die sich für die alltäglichen lebensweltlichen Erfahrungen interessiert. Aus den Weisheitstraditionen lassen wir uns in der Einübung von Präsenz inspirieren. Die Gestalttherapie und verwandte psychotherapeutische Schulen liefern uns theoretische Konzepte, die wir mit Kurt Lewin so einsetzen, dass nichts praktischer ist als eine gute Theorie. Selbsterfahrung, Supervision, Theorie und eigene Praxis gehen so Hand in Hand. Gestalt ist einfach, nicht trivial. Gestalt ist basal, in der leiblichen Lebenswelt beheimatet. Und so gilt in einem übertragenen wie genau so ernsthaft im leiblichen Sinn des wortwörtlichen Verständnisses: Nur wer läuft, lernt laufen.

  • Zyklus 1

    Selbsterfahrung, Supervision, Theorie - vernetzt.

    Die Fortbildung - Zyklus 1

    Der erste Zyklus der insgesamt dreijährigen Fortbildung beginnt im April 2021.

     

    Die Fortbildung wird in Zusammenarbeit mit unserem Partner Apamed Fachschule für Kinesiologie, Ernährungsberatung und Psychologie durchgeführt.

    Zyklus 1: Theorieschwerpunkte

    Mo-Mi 12.04. - 14.04.2021 - Theorieschwerpunkt Kontakt

    • Eine kurze Einführung in die Gestalttherapie: Personen, Grundlagen, zentrale Konzepte.
    • Phänomenologie von Erfahrung: Ein Alltagsbegriff unter der (nicht nur) theoretischen Lupe.
    • Phänomenologie von Kontakt: Einführung in eines der zentralen Konzepte der Gestalttherapie.
    • Der Kontaktzyklus und Arten und Weisen im Kontakt zu sein: Schwerpunkt Introjektion und Projektion.

    Mo-Mi 07.06. - 09.06.2021 - Theorieschwerpunkt Wahrnehmung

    • ‘O heilige Einfalt der Beschreibung’ (Wislawa Szymborska) - erkenntnistheoretische Grundlagen gestalttherapeutischer Arbeit - angewandte Phänomenologie: Kontext, Methoden, Anwendungen, Einübung.
    • Der Kontaktzyklus und Arten und Weisen im Kontakt zu sein: Schwerpunkt Konfluenz, Retroflektion und Deflektion.

    Mo-Mi 23.08. - 25.08.2021 - Theorieschwerpunkt Scham

    • Scham, ein Schlüsselaspekt menschlicher Existenz: Die Gestalten der Scham.
    • Scham in der Beratung.
    • Scham im Kontaktzyklus.

    Mo-Mi 11.10. - 13.10.2021 - Theorieschwerpunkt Krisenintervention

    • Krisen identifizieren, verstehen, bearbeiten. Krisenintervention.
    • Psychopathologie als Leiden der Kontakt-Grenze.

    Mo-Mi 06.12. - 08.12.2021 - Theorieschwerpunkt Gestaltbildung(en)

    • Was ist Gestalttherapie? Theoretische und praktische Antworten und weitere Fragen.
    • Die Teilnehmenden arbeiten an einem eigenen Projekt.
    • Offene Gestalten schliessen, erstarrte Gestalten lösen und zu einem guten Ende des ersten Zyklus finden.

    Zyklus 1: Supervisionen

    Wir arbeiten mit Beispielen und Fragestellungen aus der Praxis unserer Teilnehmenden. Dies sind die Daten:

    Mi 28.04.2021; Mi 19.05.2021: Mi 16.06.2021; Mi 07.07.2021;
    Mi 08.09.2021; Mi 27.10.2021; Mi 10.11.2021; Mi 15.12.2021;
    Mi 19.01.2022; Mi 09.02.2022

    Der erste Zyklus endet mit einer Tagung und einer zweitägigen Supervision mit allen Lehrenden 07.03. - 09.03.2022.

  • Tagung 1

    Phänomenologische Ansätze heute.

    Die verkörperte Psyche: Leib, Gefühl und Zwischenleiblichkeit

    Tagung mit Vortrag und Workshops am 7.3.2022

    Die eintägige öffentliche Tagung mit Prof. Dr. Dr. Thomas Fuchs findet im Rahmen der Abschlusssupervision des ersten Zyklus am 7.3.2022 statt, zu der die Teilnehmenden der Fortbildung eingeladen sind. Thomas Fuchs ist Karl-Jaspers-Professor für Philosophische Grundlagen der Psychiatrie und Psychotherapie in Heidelberg. Er ist einer der führenden Phänomenologen im deutschsprachigen Raum.

     

    Darum wird es gehen:

    • Embodiment: Das verkörperte Selbst 
    • Verkörperte Emotionen: Wie Gefühl und Leib zusammenhängen
    • Zwischenleiblichkeit, Empathie und Intersubjektivität
    • Das Gedächtnis des Leibes
    • Leibgedächtnis und Unbewusstes
    • Zwischenleibliche Diagnostik
    • Phänomenales Feld, Leib und Lebensraum in der Psychotherapie
  • Zyklus 2

    Selbsterfahrung, Supervision, Theorie - vernetzt.

    Die Fortbildung: Zyklus 2

    Der zweite Zyklus der Fortbildung beginnt voraussichtlich Ende April 2022. Die Daten folgen wie auch das Thema der Tagung zum Abschluss von Zyklus 2.

     

    Die Fortbildung wird in Zusammenarbeit mit unserem Partner Apamed Fachschule für Kinesiologie, Ernährungsberatung und Psychologie durchgeführt.

    Zyklus 2: Theorieschwerpunkte

    Mo-Mi tbd. - Theorieschwerpunkt Gestalttherapie in sozialen Systemen I

    • Grundlagen: Feldbegriffe und Feldtheorien (Expert*in). 
    • Feldtheorie und/oder Systemtheorie?
    • Gruppendynamik.
    • Social und cultural change Projekte, Activism - Paul Goodman. (Expert*in). 

    Mo-Mi tbd. - Theorieschwerpunkt Gestalttherapie in sozialen Systemen II

    • Gestalttherapie mit Paaren, Familien, 'intimate systems'.
    • Organisationsberatung und Coaching.
    • Pathologien von und in Organisationen. 

    Mo-Mi tbd. - Theorieschwerpunkt Macht

    • Über Macht, Ohnmacht und die Angst vor Mächtigkeit.
    • Phänomenologie der Macht.
    • Macht, Ohnmacht und Angst in Organisationen. 
    • Macht-Pathologien.

    Mo-Mi tbd. - Theorieschwerpunkt Stuhl- und Aufstellungsarbeit

    • Indikationen und Contra-Indikationen.
    • Der leere Stuhl, Zwei-Stuhl-Dialog, Mehr-Stuhl-Dialog.
    • Inszenierung, Improvisation, Aufstellung: Theorie, Varianten, Übungen.

    Mo-Mi tbd. - Theorieschwerpunkt Gestaltbildung(en)

    • Was ist Gestalttherapie? Theoretische und praktische Antworten und weitere Fragen.
    • Offene Gestalten schliessen, erstarrte Gestalten lösen und zu einem guten Ende des zweiten Zyklus finden.

    Zyklus 2: Supervisionen

    Wir arbeiten mit Beispielen und Fragestellungen aus der Praxis unserer Teilnehmenden. Die Daten folgen

  • Zyklus 3

    Selbsterfahrung, Supervision, Theorie - vernetzt.

    Die Fortbildung

    Der dritte Zyklus der Fortbildung beginnt voraussichtlich Ende April 2023. Die Daten folgen wie auch das Thema der Tagung zum Abschluss der Fortbildung.

     

    Die Fortbildung wird in Zusammenarbeit mit unserem Partner Apamed Fachschule für Kinesiologie, Ernährungsberatung und Psychologie durchgeführt.

    Zyklus 3: Theorieschwerpunkte

    Mo-Mi tbd. - Theorieschwerpunkt Leib und Bewegung

    • Update Leibphänomenologie.
    • Einblicke: Somatic Psychotherapy. (Expert*in)   

    Mo-Mi tbd. - Theorieschwerpunkt Gestalttheorie

    • Gestalttherapie und Gestalttheorie: Getrennte Zwillinge?
    • Gestalttheoretische Arbeit mit Märchen. (Expert*in)

    Mo-Mi tbd. - Theorieschwerpunkt Angst

    • Was macht uns Angst?
    • Phänomenologie der Angst.
    • Angst im Kontaktzyklus.

    Mo-Mi tbd. - Theorieschwerpunkt Forschung und Nachbar Psychoanalyse

    • Woran forschen Gestalttherapeut*innen? Und mit welchen Methoden und Ergebnissen? 
    • Psychoanalyse und Gestalttherapie: Ein Einblick. (Expert*in)

    Mo-Mi tbd. - Theorieschwerpunkt Gestaltbildung(en)

    • Was ist Gestalttherapie? Theoretische und praktische Antworten und weitere Fragen.
    • Offene Gestalten schliessen, erstarrte Gestalten lösen und zu einem guten Ende des ersten Zyklus finden.

    Zyklus 3: Supervisionen

    Wir arbeiten mit Beispielen und Fragestellungen aus der Praxis unserer Teilnehmenden. Die Daten folgen.

  • Lehrende

    im Zyklus 1 der Fortbildung.

    Beate Willauer

    Studium der Linguistik und Philosophie / Coach und Organisationsberaterin bso / Counsellor SGfB mit eidg. Diplom / Dipl. Gestaltberaterin in eigener Praxis / Gründungsmitglied des Netzwerk Gestalttherapie Schweiz / Dozentin und Trainerin

    Peter Schulthess

    Studium der Pädagogik, Psychologie und Philosophie / Eidg. anerkannter Psychotherapeut in eigener Praxis seit 1976 / Supervisor / Ausbildungstrainer / Psychotherapieforscher / Alt Präsident des SVG, der Schweizer Charta für Psychotherapie und der EAGT

    Gabriele Blankertz

    Diplom Pädagogin / Gestalttherapeutin DVG in eigener Praxis / Gründerin des Berliner Gestaltsalon / Dozentin und Trainerin

  • Die Fortbildung

    Das Curriculum

    Gestalttherapie arbeitet prozessorientiert, an der subjektiven Erfahrung im Kontakt interessiert, experimentell. Theorie und Praxis gehen Hand in Hand. So sind in dieser auf 3 Zyklen à je 12 Monate angelegten, insgesamt 90 Tage umfassenden Fortbildung 30 Tage Selbsterfahrung in der Gruppe geplant, 30 Tage kasuistische Supervision und 30 Tage Theorie. Jeder Zyklus endet mit einer Tagung und zwei Supervisionstagen mit allen Lehrenden. 

     

    Während der dreijährigen Fortbildung sind mindestens 40 Stunden eigene Selbsterfahrung bei einem anerkannten Therapeuten, einer anerkannten psychosozialen Beraterin zu absolvieren.

     

    Die Fortbildung endet mit einer schriftlichen Arbeit und einem Kolloquium

    Zielgruppen

    Wir sprechen Menschen mit einschlägiger Erfahrung an:

    • BeraterInnen SGfB / Supervisoren / Coaches bso
    • Dipl. Psychosoziale Berater*innen / Coaches
    • Dipl. KinesiologInnen und Dipl. Komplementär-Therapeut*innen
    • PsychologInnen und Psychotherapeut*innen
    • In Organisationen wird die psychosoziale Kompetenz im Personalwesen und in der Führungsarbeit immer mehr gefordert. Deshalb sprechen wir Personalverantwortliche und Führungspersonen mit einschlägiger Vorbildung und Erfahrung ebenfalls an.
    • Die Fortbildung eröffnet die Möglichkeit, sich auf die Höhere Fachprüfung HFP vorzubereiten, um den geschützten Titel «Beraterin bzw. Berater im psychosozialen Bereich mit eidgenössischem Diplom» zu tragen.

    Und ...

    Der Lehrgang wird in Zusammenarbeit mit Apamed Fachschule in Jona durchgeführt. Anmeldungen für Zyklus 1 werden erbeten unter diesem Link.

     

    Wir bereiten in diesem Lehrgang auf die Höhere Fachprüfung vor. Seit 2018 gibt es Bundesbeiträge für Ausbildungen, die auf eidgenössische Prüfungen vorbereiten. Weitere Informationen finden sich auf der Homepage der Schweizerischen Gesellschaft für Beratung sgfb.ch.

     

    Fragen zum Lehrgang werden gern beantwortet: beate.willauer@giorg.services.

  • Ressourcen

    Texte und mehr.

    Peter Schulthess über Gestalt und Politik in: Peter Schulthess / Heide Anger (Hg.) (2008): Gestalt und Politik. Gesellschaftliche Implikationen der Gestalttherapie. Bergisch Gladbach: EHP.

    Über Gestalt ...

    Was uns wichtig ist ...

    Gedanken zur Fortbildung

  • Let's grab a cup!

    Bitte kontaktieren Sie uns! Antwort garantiert.

    Beate Willauer
    +41 79 308 61 04